Aktualisiert: 07.09.2021 - 12:57

Am Montagabend haben sich die Gesundheitsminister der Länder mehrheitlich für einfachere und bundesweit einheitliche Quarantäne-Regeln bei Coronafällen in Schulen ausgesprochen. Was sich aus dem Treffen ergeben hat und welche Regeln nun gelten, erfährst du hier.


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Bundesweit einheitliche Quarantäne-Regeln bei Coronafällen in Schulen

Bisher musste, sobald ein Schüler positiv auf Corona getestet wurde, die gesamte Klasse in eine 14-tägige Quarantäne. Dies hat sich nun nach einem Treffen der Gesundheitsminister der Länder bundesweit geändert.

Um die Kinder zu entlasten und ihnen trotz Corona weiterhin Präsenzunterricht zu ermöglichen wurden die Regeln nun entschärft und die Quarantänezeit entsprechend angepasst.

Die Maßnahmen bleiben dabei aber weiterhin abhängig von weiteren Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel der Ausstattung mit Luftfiltern. Auch die Teststrategie und das Tragen der Maske soll weiterhin aufrechterhalten werden Der Vorsitzende der Länder-Ressortchefs, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern, sagte, die neuen Regeln sollen als «Leitplanken» für die Gesundheitsämter dienen. Der Beschluss wurde bei Enthaltung zweier Länder angenommen.

Quarantäne nicht mehr für die ganze Klasse

Grundsätzlich solle bei einem Fall nicht mehr für die gesamte Klasse Quarantäne angeordnet werden, heißt in einem Beschluss nach Beratungen mit dem Bund am Montag. Nur noch die engsten Kontaktpersonen des Betroffenen, beispielsweise Sitznachbarn sollen dann in Quarantäne müssen. Der Rest der Klasse solle dann, um das Infektionsgeschehen im Griff zu behalten "für eine gewisse Zeit" öfter getestet werden, darf aber weiterhin am Präsenzunterricht teilnehmen. 

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Verkürzte Quarantänezeit

Symptomfreie Kinder, die als enge Kontaktpersonen in Quarantäne sind, sollen diese frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test beenden können. Die Gesundheitsämter vor Ort behalten jedoch eine Entscheidungsgewalt, die ihnen im Einzelfall auch Abweichungen von den neuen Regeln erlaubt.

Präsenzunterricht erhalten

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Das wird die Akzeptanz der Regeln erhöhen. Richtig ist der Ansatz, dass die Dauer und die Zahl der Betroffenen der Quarantäne maßvoll eingeschränkt werden.» Das werde dazu beitragen, dass der Präsenzunterricht für möglichst viele Kinder und Jugendliche aufrechterhalten werde. «Wichtig ist aber auch, dass die Gesundheitsämter immer auf den Einzelfall schauen werden.» 

+++ Hier nachlesen: Gelockerte Quarantäne-Regeln auch in bayrischen Kitas +++