Aktualisiert: 05.10.2022 - 15:40

Nach TV-Recherchen von Team Wallraff schließt Burger King Filialen deutschlandweit und verliert vorerst das "Vegan Label".

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Burger King unter Druck nach TV-Recherche

Hannover (dpa-AFX) - Die Fastfood-Kette Burger King hat nach einer Recherche des Senders RTL fünf Filialen vorübergehend geschlossen und das Vegan-Label verloren. Zuvor waren dem Unternehmen in der Sendung "Team Wallraff" unter anderem Mängel bei Hygiene, Lebensmittelsicherheit und Arbeitsbedingungen vorgeworfen worden. Basis dafür waren unter anderem Undercover-Recherchen mit versteckter Kamera.

Fünf vegane Burger dürfen nicht mehr unter dem Siegel "Vegan" verkauft werden, teilte die V-Label GmbH mit, die das Siegel vergibt. Vegane Produkte dürfen zum Beispiel nicht im selben Fett wie Fleischprodukte gebraten werden - doch genau das ist bei der Rechercher aufgefallen. Burger King kann das Siegel zurückbekommen, wenn die Anforderungen erfüllt werden. Jetzt müssen erstmal Verpackungen geändert und das Siegel aus der Werbung genommen werden.

Vorwürfe werden ernst genommen

Man nehme "die erhobenen Vorwürfe sehr ernst", teilte Burger King am deutschen Sitz in Hannover mit. Die im Beitrag gezeigten Restaurants würden temporär geschlossen und genau überprüft. Zudem habe man im September eine außerordentliche externe Überprüfung aller 750 Burger-King-Restaurants in Deutschland vorgenommen. In einzelnen Fällen sei es nicht gelungen, die eigenen Standards und Prozesse bei allen Mitarbeitern zu verankern. Man wolle nun die Trainingskultur weiterentwickeln und intensivieren.

In der Sendung hatte "Team Wallraff" unter anderem vom Verkauf alter Lebensmittel und mangelnder Hygiene in einzelnen Restaurants berichtet. Zudem würden Mitarbeiter ausgebeutet. Burger King will nun eine Whistleblower-Hotline zum Melden von Missständen einrichten.