Aktualisiert: 09.05.2022 - 14:31

Viele Nebenkostenabrechnungen sind fehlerhaft – sagt eine aktuelle Studie. Wie du deine Abrechnung auf Fehler checkst, erklären wir dir hier.

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Einfacher Blick in die Abrechnung hilft

Nebenkostenabrechnungen sind häufig fehlerhaft. Eine aktuelle Studie von Clark und YouGov zeigt, dass nur jeder Zweite (49 Prozent) regelmäßig die Nebenkostennachzahlung prüft, jeder Siebte (15 Prozent) immerhin gelegentlich. 

Ein paar kurze Blicke können schon ausreichen, um sicherzustellen, ob die Abrechnung korrekt oder fehlerhaft ist. Zuerst sollten die wichtigsten Formalia wie Abrechnungszeitraum und -frist (maximal 12 Monate) stimmen.

So erkennst du eine fehlerhafte Nebenkostenabrechnung

Wenn du bestimmte Kosten in der Abrechnung nicht nachvollziehen kannst, versuche die offenen Fragen zuerst mit Vermieter oder Hausverwaltung abzuklären – das kann schon vor rechtlichen Schritten Missverständnisse ausbügeln.

Auffällig wird es bei stark gestiegenen Kosten für Müllabfuhr oder Abwasser. Prüfe hier, woher das kommen könnte und lass dir von Vermieter oder Hausverwaltung bei Bedarf Rechnungen zeigen.

Kosten für Hausverwaltungen, Bankgebühren oder Briefporto dürfen übrigens nicht auf den Mieter umgelegt werden und haben somit nichts in der Nebenkostenabrechnung zu suchen. Prüfe in deinem Mietvertrag also, ob du nicht eventuell eine Sondervereinbarung unterschrieben hast.

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Widerspruch nicht immer ausreichend

Können sich Mieter und Vermieter nicht einigen, hilft manchmal nur eine juristische Beratung und sogar der Gang vors Gericht. Doch das kostet Geld: Rechnungen über insgesamt mehrere Tausend Euro sind keine Seltenheit.

Eine private Rechtsschutzversicherung mit Mietrecht verschafft die nötige Rückendeckung, im Ernstfall den Rechtsweg zu beschreiten.

Mit Material der dpa