Aktualisiert: 04.03.2021 - 12:37

Kaum sind die ersten Corona-Selbsttests zugelassen, werden sie in Bayern bald zum Einsatz kommen. Oberste Priorität habe ein noch stärkerer Schutz an Schulen und in Kitas, so Gesundheitsminister Holetschek.

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Wer kann sich testen lassen?

München (dpa/lby) - Lehrkräfte, Kita-Personal sowie ältere Schüler und Schülerinnen in Bayern können sich schon von der kommenden Woche an regelmäßig selbst auf das Coronavirus testen - und zwar kostenlos.

1,3 Millionen Selbsttests würden nächste Woche an die Schulen und Kitas in Bayern geliefert, teilte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag mit.

Ab wann werden die Tests angeboten?

«Ab März können sich insgesamt rund 350 000 Lehrkräfte, Betreuerinnen und Betreuer sowie weiteres Personal zwei Mal pro Woche selbst testen - kostenlos und freiwillig», sagte Holetschek. Zudem sollen sich auch ältere Schülerinnen und Schüler selbst testen können. «Die Jugendlichen ab 15 Jahren können weitere mehr als 600 000 Selbsttests nutzen, um sich einmal pro Woche zu testen», sagte der Minister.

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Wer bekommt die Schnelltest in Bayern?

Die ersten Selbsttests sind seit Mittwoch zugelassen. Bayern hatte sich nach Worten Holetscheks frühzeitig 8,6 Millionen dieser Tests pro Monat gesichert. Die Selbsttests werden an alle Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen in Bayern geliefert, also staatliche, kommunale und private Schulen, schulvorbereitende Einrichtungen sowie Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und heilpädagogische Tagesstätten.

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Weg zu mehr Präsenzunterricht

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) betonte: «Die Selbsttests machen unsere Schulen für unsere Kinder und Lehrkräfte noch sicherer. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Präsenzunterricht.» Er sei froh, dass der Freistaat den Schulen eine große Anzahl dieser Tests zur Verfügung stellen könne.

Holetschek betonte: «Gerade angesichts der Virusmutationen ist es wichtig, das Infektionsgeschehen genau zu beobachten.» Die Selbsttests seien dafür ein weiterer wichtiger Baustein. «Sie sind einfach anzuwenden und tragen dazu bei, asymptomatisch Infizierte zu entdecken.» Ein Erklärfilm zur richtigen Anwendung werde demnächst auf der Homepage des Gesundheitsministeriums verfügbar sein.