Aktualisiert: 27.10.2020 - 15:13

Das bayerische Kabinett hat ein Impfkonzept auf den Weg gebracht. Demnach sollen auf freiwilliger Basis zum Beispiel Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Bewohner von Altenheimen zuerst geimpft werden können.

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Bayerns Strategie für die Corona-Impfung

München (dpa/lby) - Die bayerische Staatsregierung hat ein Corona-Impfkonzept sowie den Aufbau entsprechender Impf-Kapazitäten beschlossen.

«Es wird eine gewisse Priorisierung geben, zuerst diejenigen zu impfen, die besonders gefährdet sind», sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München. Denn auch wenn die Entwicklung eines Impfstoffes gelingen sollte, stünden nicht gleich die nötigen Mengen für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung.

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Vorgesehen ist auf freiwilliger Basis zunächst eine Corona-Impfung für:

  • Besonders vulnerable Gruppen wie Menschen hohen Alters, Menschen mit chronischen Erkrankungen, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Betreute und Bewohner in stationären und teilstationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderung;

  • Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko etwa aufgrund ihres Berufs (insbesondere medizinisches und pflegerisches Personal)

  • Berufsgruppen aus sensiblen Bereichen der kritischen Infrastruktur wie Polizei, Feuerwehr und Gesundheitswesen

  • Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko aufgrund äußerer Umstände wie zum Beispiel beengte Wohnverhältnisse.

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Lokale Corona-Impfzentren und mobile Teams in Bayern

«Um das noch einmal ganz deutlich zu sagen: Es geht um eine freiwillige Impfung», betonte Huml. Um die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen schnell impfen zu können, sollen mobile Teams gebildet werden, die etwa in die Heime gehen.

«Gleichzeitig soll es aber auch lokale Impfzentren geben, ähnlich wie es jetzt die lokalen Testzentren gibt», erläuterte Huml. Auch für Lagerung und Transport des Impfstoffes werde ein Logistikkonzept erarbeitet.

Für die Umsetzung des Impfkonzepts stellt die Staatsregierung zunächst rund 100 Millionen Euro zur Verfügung. 


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