Aktualisiert: 19.09.2022 - 12:48

Über ein mögliches Nachfolgemodell zum 9-Euro-Ticket im Nahverkehr beraten die Verkehrsminister der Länder und des Bundes. Umstritten ist vor allem, wer das bezahlen soll.

9 euro Ticket symbolbild
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Bayern-SPD fordert für Freistaat 29-Euro-Ticket nach Berliner Vorbild

München (dpa/lby) - Nach dem Berliner Vorbild fordert die bayerische SPD auch für den Freistaat ein dauerhaftes 29-Euro-Ticket. «Berlin hat ein 29-Euro-Ticket eingeführt. Bayern kann das auch», sagte der Landesvorsitzende Florian von Brunn am Montag in München. «Das 9-Euro-Ticket war ein großer Erfolg und die Menschen warten auf eine vernünftige Nachfolgelösung.»

Mit Blick auf Finanzierungsfragen betonte SPD-Generalsekretär Arif Tasdelen, dass der Bund 1,5 Milliarden Euro an Finanzmitteln für einen Nachfolger des im September ausgelaufenen 9-Euro-Tickets bereitstelle. Darüber hinaus hätte die Regierungskoalition aus CSU und Freien Wählern in der Vergangenheit bereits ein jährliches 365-Euro-Ticket versprochen - im Monat seien dies rund 29 Euro.

In Berlin soll das 29-Euro-Ticket zunächst von Oktober bis Dezember gelten

Für Berlin soll es hingegen zunächst nur ein zeitlich befristetes 29-Euro-Ticket für den Nahverkehr geben. Es soll von Oktober bis Dezember nur innerhalb der Stadt gelten und kann nicht für einzelne Monate gekauft werden. Das Ticket soll eine Übergangslösung sein, bis voraussichtlich Anfang 2023 ein bundesweites Nahverkehrsticket kommen soll. Die großen Verkehrsverbünde in Bayern hatten zudem zum kommenden Jahreswechsel weitere Preiserhöhungen angekündigt.