Aktualisiert: 19.01.2022 - 08:38 | Anzeige

Die Gründe für Magen-Darm-Probleme liegen oft an der eigenen Lebensweise. Das solltest du wissen, um Beschwerden vorzubeugen und mögliche Folgen zu vermeiden.

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So bekommst du Magen-Darm-Beschwerden schnell wieder los

Magen-Darm-Beschwerden sind sehr unangenehm und reichen von Magenschmerzen, Übelkeit, Sodbrennen, Völlegefühl und Blähungen bis hin zu starken Durchfällen und Erbrechen. Dauern die Beschwerden länger an oder sind sie besonders stark, sollte ein Arzt abklären, ob es sich um eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, eine Infektion oder möglicherweise sogar um eine chronische Erkrankung handelt. Ist dies nicht der Fall, dann kannst du den Magen-Darm-Beschwerden mit unseren 5 Tipps zu Leibe rücken.

Tipp 1: Die Ursachen für die Magen-Darm-Beschwerden herausfinden

Heutzutage liegen die Gründe für Magen-Darm-Beschwerden oft nahe: Unser Lebensstil ist schuld. Ungesunde Nahrungsmittel, oft im Stehen oder zumindest hastig eingenommen, wenig Bewegung, dauerndes, oft auch berufsbedingtes Sitzen, Stress … das alles wirkt sich negativ auf unsere Verdauung aus.

Da zum Beispiel Darmbeschwerden wie andauernde starke Blähungen oder immer wiederkehrende Durchfälle die Lebensqualität stark einschränken können, ist es wichtig, der Ursache auf den Grund zu gehen und den eigenen Lebensstil etwas genauer zu beleuchten.

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Tipp 2: Die Kraft der Heilpflanzen nutzen

Aber auch, wenn es sich bei Sodbrennen, Magenschmerzen oder Blähungen nur um vergleichsweise harmlose Symptome handelt — man möchte sie so schnell wie möglich wieder loswerden. Besonders gut geht das etwa mit der Hilfe von Heilpflanzen. Das können Kräuter sein, aber auch andere Pflanzen, deren Wirkstoffe in der richtigen Dosierung helfen, die Beschwerden in den Griff zu bekommen.

Wir verraten dir, welche Heilpflanzen bei Magen-Darm-Beschwerden neben den Klassikern Kamille und Pfefferminze besonders gut wirken:

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Ingwer: Die Wurzel ist einer der besten Tipps bei Magenbeschwerden. Man kann sie mit Wasser übergießen oder wie einen Tee zubereiten. Darüber hinaus kannst du Ingwer auch in kandierter Form zu dir nehmen oder ihn übers Essen reiben. Er gilt übrigens auch als Geheimwaffe gegen die Morgenübelkeit bei Schwangeren.

Fenchel: Das Gemüse und seine Samen wirken besonders gut bei Darmbeschwerden und Blähungen. Du kannst ihn roh, zum Beispiel als Salat essen, aber auch als Tee zubereiten. Die Samen lassen sich einfach zerkauen und wirken aufgrund ihrer ätherischen Öle besonders schnell bei Bauchkrämpfen.

Getrocknete Heidelbeeren: Sie enthalten Gerbstoffe, die die Schleimhaut im Darm zusammenziehen und gegen akuten Durchfall helfen. Du kannst sie in der Apotheke oder im Reformhaus kaufen und kalt oder heiß mit Wasser aufgießen.

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Tipp 3: Den Magen-Darm-Trakt mit Hausmitteln unterstützen

Gerade bei Magen-Darm-Beschwerden lohnt es sich, alte Hausmittel wieder auszugraben. Neben der klassischen Wärmflasche oder dem Kirschkernkissen, eignet sich auch eine Portion Haferschleim, etwas geriebener Apfel, gedünstete Karotten oder eine zerdrückte Banane, um den Verdauungstrakt zu beruhigen.

Wer immer wieder unter unspezifischen Durchfällen leidet, sollte auf jeden Fall genug trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Zusätzlich kann es gelingen, mit Flohsamenschalen das Wasser im Darm zu binden.

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Tipp 4: Ernährungsumstellung

Sehr häufig liegt die Ursache von Magen-Darm-Beschwerden auch in der Ernährung. Vor allem zu schnelles Essen, besonders fetthaltige Nahrungsmittel und zu wenige Ballaststoffe können schon nach kurzer Zeit Magen- und Darmbeschwerden hervorrufen. Kommen dann noch zu viele Genussmittel wie Alkohol oder Nikotin dazu, hat es der Körper zusätzlich schwer.

Eine Ernährungsumstellung muss nicht gleich bedeuten, dass du alles auf einmal ändern sollst. Oft genügt es bereits, ein bisschen auf sein Essverhalten zu achten und zum Beispiel abends zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen nur noch Wasser oder Tee zu sich zu nehmen. Auf diese Weise kann sich das Verdauungs-System über Nacht gut beruhigen und regenerieren. Gleiches gilt auch dann, wenn du zu Durchfällen bei Stresssituationen neigst. Wenn es sich absehen lässt — wie beispielsweise bei einem Vorstellungsgespräch — am besten vorher auf Nahrung verzichten oder höchstens leichte Schonkost zu sich nehmen, um den Darm nicht zusätzlich zu belasten.

Tipp 5: Mit Bewegung und Entspannung gegen Magen- und Darm-Beschwerden

Bewegung bringt nicht nur uns in Schwung, sondern auch unseren Magen-Darm-Trakt. Vor allem bei Menschen, die viel im Auto oder am Schreibtisch sitzen, kann dieser träge werden und Beschwerden verursachen. Hier helfen schon kleine Tipps gegen Magenbeschwerden oder Darmprobleme.

Bei kürzeren Strecken aufs Fahrrad umsatteln, die Treppe statt des Aufzugs nehmen, hin und wieder aufstehen und ein bisschen herumlaufen — das zeigt oft schon Wirkung. Ein Schrittzähler, der sichtbar macht, was man bereits erreicht hat und was mit kleinen Veränderungen noch möglich ist, kann hier gut unterstützen. Die Wirkung zeigt sich nicht sofort -jedoch bereits nach ein bis zwei Wochen wirst du eine Veränderung bemerken.

Gleiches gilt für Entspannungsübungen. Auch Yoga, Qigong und Meditation wirken nicht von jetzt auf gleich. Mit ein bisschen Geduld aber beruhigt sich dein Nervensystem und damit auch dein Darm. Denn er reagiert über die sogenannte Darm-Hirn-Achse zum Beispiel besonders schnell auf Faktoren wie Unruhe, Nervosität und Stress.